…und dann das Reh.

…und dann das Reh.

Als Reh an sich hat die Welt drei Freuden.

Erstens im Winter die Borke der Bäume zu kauen.

Zweitens vom Leichnam der toten Mutter zu eilen und tatsächlich so dem Jäger zu entkommen.

Und schließlich: Das Springen vor Automobile und somit das Töten von sich selbst und unter Umständen von in besagtem Automobil Sitzenden.

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Und auch wenn es wichtig ist, weil sie einen Autounfall haben, bin ich nicht erreichbar.

Aber wenn es Ihnen gut tut, mit sich selbst zu sprechen, dann bitte nach dem Pieps.

Theaterkollektiv Bawidifu.

Lilli Strakerjahn, Peter Neugschwentner, Philipp Auer, Paul Hüttinger, Armela Madreiter.

 

PaulPaul Hüttinger war eigentlich schon an einer Modern Dance Schule in den Niederlanden aufgenommen, merkte dann aber, dass er doch nicht will. Kurz ging er an Schauspielschulen vorsprechen, aber irgendwie war das nicht der richtige Zeitpunkt. Er entschloss sich also, Psychologie zu studieren, liegt ja auf der Hand. Das macht er immer noch, im Moment beschäftigt er sich gerade viel mit Meditation und Gehirnen. Paul ist 26 Jahre alt, darum kriegt er kein Semesterticket mehr. Seit Juni 2016 ist Paul Teil von bawidifu.

Für „…und dann das Reh“ steht er endlich wieder auf der Bühne. Paul hat die Ruhe weg. So dass du denkst, da kommt dann ein riesen Sturm und Paul steht da und guckt sich die Wolken an und alle fliegen davon. Krass.

 
 

PhillipPhilipp Minus Oliver Auer studierte Philosophie, Kultur und Sozialanthropologie und Germanistik, aber eigentlich nicht. Eigentlich machte er ziemlich lange nicht besonders viel, muss auch mal sein. Seit einem Jahr geht es in seinem Leben dafür richtig ab. Im Rahmen seines Studiums am Max-Reinhardt Seminar spielte er in „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch” von Alexandru Weinberger-Bara, so wie in „Das Missverständnis“ von Anna Marboe und letztens kam er sogar im Fernsehen. Er sieht ein bisschen aus wie Egon Schiele, das kommt in dem Beitrag auf Arte auch vor. Er lernte außerdem kochen und hat jetzt ein eigenes Fahrrad.
Er ist jünger als Paul, Armela, Lilli, Clara und Peter, aber älter als Justin Bieber. Wenn das mit dem Studium nichts wird, macht er Karriere als Profi-Zocker. Außerdem kann er Musik, dass kann man sich auf soundcloud anhören. Weil er ein Künstler ist, hat er einen Künstlernamen: Philipp Von der Au.

 

Clara 1Clara Schulze-Wegener ist Power-Prinzessin von genwegen her. Sie besticht durch Ehrlichkeit und Impulsivität. Ihr Haar ist golden wie der Weizen und aus ihren Augen stahlt der Himmel auf die Erde. Früher einmal studierte sie ein bisschen vor sich hin, Kunstgeschichte zum Beispiel, inzwischen ist sie im 3. Jahr am Max-Reinhardt-Seminar zu sehen war sie zum Beispiel in “Waisen” von Stefan Schweigert oder „Lenz“ von Simon Dworaczek. Ihre christliche Erziehung lässt sie alle Menschen wie Brüder und Schwestern behandeln. Dass sie eine großartige Schauspielerin ist, muss nicht erwähnt werden.

Allerdings hat das Landestheater Niederösterreich dies auch schon gemerkt und sie, unoriginell wie große Theater leider oft sind, besetzt als – ja. Prinzessin. Die Idee hatten wir halt schon viel früher. Natürlich ist die Freude darüber trotzdem riesig, hat aber auch den leichten Beigeschmack von Urin. Trotz straffem Traumfresserchen-Probenplan und weil Clara Clara ist, ist sie auch in unserer zweiten Produktion „..und das Reh.“ wieder dabei. Sie dachte früher, Österreich sei ein Märchenland.

 

ArmelaArmela Madreiter studierte auch Germanistik, aber richtig, mit Bachelorarbeit und Hintergrundwissen. Sie geht nicht gerne zu Fuß, liebt das Wiener Öffi-System dafür umso mehr. Fahrradfahren ist oke. Ihre Zunge ist scharf wie ihr Verstand. Sie hat ein seltsames Verhältnis zu Frühstückszubereitung und Stirnküssen.
Armela ist Callcenter und Vorsitzende der Abteilung ZurückAufDenBodenDerRealität bei bawidifu. Sie schreibt und liest ihre eigenen Texte und moderiert den Literatursonntag im Café Anno und ist mit Lilli zusammen Mitglied des Theaterkollektivs HIRA*. Außerdem kriegt sie gerade das Hörmanser-Stipendium einfach nur für ihr Schreiben. Es gab auch mal ein Bier, das so hieß. Also Hörmanser, nicht Armela.

 
 
 

liliLilli Strakerjahn fährt Rollschuh während sie singt. Sie pflegt einen Gemüsegarten und die gebrochenen Herzen ihrer Umwelt. Tatendrang ist ihr Lieblingswort und Ausschlafen wozu. Über ihr Alter muss sie immer erst nachdenken, aber 24. Lilli leitet die Abteilung Motivation und macht auch sonst einen Haufen bei bawidifu.
Sie ist außerdem Teil der Theatergruppe HIRA*, die ab Oktober den Kurztheaterabend „tam*tam“ im Theater Spektakel kuratiert. Im Februar/März 2016 hat sie am Volkstheater die Regieassistenz bei „Isabelle H.“ von Felix Hafner gemacht. Wenn sie groß ist, will sie Rockstar sein.

 
 

PeterPeter Neugschwentner studierte nicht Germanistik sondern das klügere Komparatistik. Peter wünscht sich viel von der Welt und ei, wäre es schön, könnte es die Welt ihm geben. Seit Peter Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin studiert, sind seine Texte auch universitär geprüft. Bäm. Kein Mensch verwendet Anglizismen so charmant wie dieser.
2014 hat er mit Armela und Philipp die Schreibklasse des Schauspielhauses Wien besucht. Seine Stücke sind so, dass du auch den Matthias mitnehmen kannst und ihm gefällts vielleicht. Wenn du das auf so einer Meta-Ebene auseinander nehmen will, geht das bestimmt auch. Seine größte Stärke ist, wie schnell er mit seinen Augenbrauen wackeln kann.